Jahreszwischenbericht 2019

1) Name der Kommission

Arbeitskreis „Eine Welt der Schmerzmedizin“

2) Namen der Mitglieder

Dr. Barbara Kleinmann (Freiburg), Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede (Mannheim), Prof. Dr. Wolfgang Koppert (Hannover), PD Dr. Winfried Meissner (Jena), Prof. Dr. Heinz Laubenthal (Bochum), PD Dr. Justus Benrath (Mannheim), Dr. Jörg Filitz (Hannover), Thomas Motsch (Neuenstadt), Prof. Dr. Hardo Sorgatz (Darmstadt), Dr. Christine Rädel (Herne), Dr. Martina Blümel (Bad Saarow), Dr. Michael Zimmermann (Frankfurt)

3) Sprecher: Dr. Andreas Kopf (Berlin)

Dr. Andreas Kopf
andreas.kopf@charite.de, T. 030-8445-2733
Klinik für Anästhesiologie m.S. operative Intensivmedizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin

4) Die 2–5 Hauptthemen, an denen die Kommission im letzten Jahr gearbeitet hat

Die seit mehreren Jahren bestehende Weiterbildungskooperation zwischen der serbischen Schmerzgesellschaft SAPRT und der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. konnte fortgeführt werden und wurde um eine Zusammenarbeit mit der Serbian Pain Society ergänzt.

Herr PD Dr. Justus Benrath betreute weiterhin erfolgreich die Ausbildungskooperation mit der iranischen Schmerzgesellschaft.

Das Projekt mit dem BMG in Serbien konnte erfolgreich im März 2018 abgeschlossen werden. Ein trilaterales Anschlußprojekt zwischen Deutschland, Serbien und Israel befindet sich in der Antragsphase für 2019/2020 (Koordinatorin Frau Dr. Bettina Jürries und Projektleiter Herr Dr. Andreas Kopf).

5) Die aus 4 ableitbaren wichtigsten Erfolge des letzten Jahres bzw. Arbeits-/Zwischenergebnisse

Da der Arbeitskreis den Charakter einer „Koordinationsstelle“ hat und keine eigenen Projekte durchführt, sind keine meßbaren Erfolge bzw. Ergebnisse zu berichten.

6) Die aus 4 sich ergebenden Perspektiven und Aufgaben für die nächsten Monate und Jahre; Planungen

Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreismitglieder werden „Opioidverfügbarkeit“, „Entwicklung von Pain Schools“ (zusammen mit der EFIC) und „adaptierte Leitlinien“ in Abhängigkeit von der zukünftigen Resonanz des Arbeitskreises sein. Der Arbeitskreis wird sich dabei eng mit den existierenden Arbeitskreisen der IASP und der NeuPSIG, sowie der European Pain Federation abstimmen. Weiterhin will der Arbeitskreis mit Autoren und Reviewern die Erstellung von standardisierten Unterrichtsmaterialien für „Low Resource Settings“ (zusammen mit NeuPSIG und PainOUT International) unterstützen. Für 2019 ist die Phase 3 der Kooperation mit Serbien geplant. Die Kooperation mit der iranischen Schmerzgesellschaft (Drs. Benrath und Dusch) wird intensiviert. Die Unterrichtsplatform „Train-The-Trainer in Pain“ (www.internationalpainschool.org) wird weiter betreut.

7) Fazit bzw kurze Forderungen an Wissenschaftsgremien/Politik bzw. sonstige Akteure etc.

Die weltweite Perspektive der Schmerzmedizin zeigt einerseits große und scheinbar unveränderbare Defizite auf, andererseits aber auch punktuelle Möglichkeiten der Hilfe zur Selbsthilfe durch Beratung und kontinuierlichen inhaltlichen und personellen Austausch. Die unterschiedlichen Kooperationen der Arbeitskreismitglieder berechtigen zur Einschätzung, dass langfristige persönliche Kontakte ein geeignetes Mittel sein könnten, die Dissimination von schmerzmedizinischen Kenntnissen und Einstellungen zu fördern.
An internationale operierende Organisationen wie der DAAD, Stiftungen und das BMG wird appelliert, die schmerzmedizinische Versorgung in den Gesundheitssystemen von Low Resource Ländern (einschließlich Osteuropa) zu einer Priorität zu erheben, um entsprechenden Aus-, Weiter- und Fortbildungsprojekten ein effektives und nachhaltiges Handeln zu ermöglichen.