Schmerzklinik

In einer Schmerzklinik werden Patienten mit besonders schwer zu behandelnden Akutschmerzen und chronischen Schmerzerkrankungen, wie beispielsweise Migräne, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Schmerzen bei Krebs, Schmerzen nach Amputation oder Rückenschmerzen behandelt. In die Schmerzklinik kommen insbesondere Patienten, bei denen es notwendig ist, sie für längere Zeit aus dem sozialen und beruflichen Umfeld herauszunehmen, um das Schmerzgeschehen intensiver zu behandeln.

Grundlage ist ein ganzheitlicher, auch multimodal genannter Behandlungsansatz: Nach einer eingehenden Befragung über den aktuellen Gesundheitszustand und die Vorgeschichte der Erkrankung erstellen Ärzte und verschiedene Therapeuten in einer Konferenz einen Behandlungsplan. Dieser Plan beinhaltet medizinische (z.B. Medikamente, Nervenstimulation) und psychologische Verfahren (z.B. Schmerzbewältigungstraining) sowie körperliches Training und Bewegungstherapie. Darüber hinaus wird eine Beratung zur beruflichen Wiedereingliederung angeboten.

Ziel der Therapie ist es, dem Patienten ein weitgehend schmerzfreies Leben zu ermöglichen und ihn zu befähigen, wieder aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen. Zu den Schwerpunkten gehört auch das sogenannte Ein- oder Ausschleichen („Entzug“) eines Medikaments unter ärztlicher Kontrolle. Schmerzkliniken sind in der Regel Teil von Akutkrankenhäusern. Durch die Einbeziehung von Ärzten und Therapeuten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kann die Behandlung besser auf das individuelle Schmerzproblem des Patienten abgestimmt werden.
 

Autor: Stephan Panning