PAIN2.0

Im Rahmen eines bereits durch den Innovationsfonds geförderten Projekts (Patientenorientiert.Abgestuft.Interdisziplinär.Netzwerk/PAIN2020; FKZ 01NVF17049) wird ein interdisziplinäres multimodales Assessment (IMA) für Patienten mit Schmerz und Chronifizierungsrisiko in ca. 30 schmerztherapeutischen Einrichtungen deutschlandweit umgesetzt und evaluiert. Hierfür wurde auch ein ambulantes, interdisziplinär multimodales Therapieprogramm konzipiert und zu den Therapieoptionen ergänzt. Das Angebot wurde sowohl durch Therapeuten als auch Patienten sehr gut angenommen.
 
Eine evidenzbasierte Evaluation dieser ambulanten interdisziplinären Schmerztherapie (A-IMST) ist nun im Rahmen des Projekts PAIN2.0 der  der folgerichtige Schritt:
 
Ziel ist die Verbesserung der Versorgung für Patienten mit Schmerzen durch ein auf den Bedarf der Patienten angepasstes Therapieprogramm. Ein interdisziplinäres multimodales Gruppenprogramm soll 1. die objektive und subjektive Leistungsfähigkeit sowie die subjektive Kontrollfähigkeit verbessern und damit 2. die (weitere) Schmerzchronifizierung verhindern, insbesondere in Bezug auf Schmerzintensität und schmerzbedingte Beeinträchtigung im Vergleich zur bisherigen Regelversorgung. Ein Gruppenprogramm von 3 Stunden/Woche (+Einzelsitzungen) über 10 Wochen durch ein interdisziplinäres Team (Medizin, Psychologie und Physiotherapie).
 
Einschluss: (Vor mindestens 6 Wochen) neu aufgetretene oder seit einer längeren Zeit wiederholt auftretende/anhaltende Schmerzen, mit für den Patienten relevanten schmerzbedingten Einschränkungen, sowie damit einhergehender Verschlechterung der Lebensqualität; Chronifizierungsrisiken; Mindestalter 18 Jahre, ausreichende Kenntnisse der Deutschen Sprache in Schrift und Wort, Wohnort in erreichbarer Entfernung zur teilnehmenden Einrichtung, mündliche und schriftliche Einwilligung zur Teilnahme. Ausschluss: schwerwiegende, dringend akut therapiebedürftige Erkrankung („Red Flags“, Schwere Herzinsuffizienz); bereits eingetretene manifeste chronische Schmerzerkrankung; schwere und aktive psychiatrische Störung; laufendes Rentenverfahren bzw. zeitnah geplantes Reha-Verfahren; sprachliche u./o. kognitive Einschränkungen; noch laufende Diagnostik und/oder Therapie bzgl. schmerzspezifischer Pathologie
 
Konsortialführer: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V, Konsortialpartner: BARMER, Universitätsmedizin Greifswald, Technische Universität Dresden, Universitätsmedizin Göttingen, DRK-Schmerzzentrum Mainz; Kooperationspartner: Einrichtungen mit Angebot einer interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie, bereits Kooperationspartner in einem früheren Projekt PAIN2020