Prof. Dr. med. Frank Petzke

Designierter Präsident


Vita

  • Studium Humanmedizin an der Universität Köln, St. George‘s Hospital Medical School, London, UK.

  • Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie an der Uniklinik Köln, seit 2004 in der Schmerzmedizin tätig, seit 2011 Leiter der Schmerzmedizin, Universitätsmedizin Göttingen

  • Promotion 1996 und Habilitation 2005 in Köln, seit 2013 W2-Professur für experimentelle und klinische Schmerzmedizin, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen

  • Vorstandsmitglied Schmerzgesellschaft von 2011 bis 2014 (Schatzmeister), seit 2015 im Beirat, Leitlinienbeauftragter, Sprecher Ad Hoc Kommission Cannabis in der Medizin und KEDOQ-Schmerz, Mitglied in Ad Hoc Kommission Zertifizierung und Versorgungsforschung

  • Forschungsthemen: Mechanismen der Schmerzchronifizierung, Versorgungsforschung, Leitlinienarbeit und Literaturanalyse, Konsortialpartner PAIN2020, Pain 2.0, Forschungsförderung durch das BMBF

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Ich bin seit vielen Jahren an diversen klinischen, wissenschaftlichen und auch gesundheitspolitischen Aktivitäten der Deutschen Schmerzgesellschaft beteiligt und beeindruckt von dem, was durch die Interaktion der vielfältigen und multidisziplinären Kompetenz unserer Mitglieder bewegt und erreicht werden konnte. Ich sehe hier eine große Kontinuität und die Entwicklung einer gemeinsamen, innovativen und translationalen Vision sowohl für die Schmerzforschung als auch die sektorenübergreifende klinische Versorgung - unter Beteiligung aller Berufsgruppen, die in der Deutschen Schmerzgesellschaft repräsentiert sind. Deren Fortführung sehe ich als die zentrale Aufgabe der Schmerzgesellschaft, die ich gerne weiter aktiv begleiten möchte.
 
Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken?

Die vielfältigen Aufgaben, derer sich die Schmerzgesellschaft in den letzten Jahren angenommen hat, bedürfen auch einer Verstetigung mit entsprechenden Strukturen und Verankerung in der Gesellschaft – und natürlich des anhaltenden Engagements unserer Mitglieder. Immer wieder ist auch schnelles Handeln und reagieren auf aktuelle Entwicklungen notwendig. Hier möchte ich den Aktivitäten und den Aktiven in der Gesellschaft die bestmögliche Unterstützung zukommen lassen und weitere Mitglieder für diese Mitarbeit gewinnen. Ein persönlicher Schwerpunkt ist die Unterstützung und weitere Verbreitung und Entwicklung von KEDOQ-Schmerz zur Qualitätssicherung in der klinischen Versorgung. 


Prof. Dr. Christiane Hermann, Dipl.-Psych.

Vizepräsidentin

Vita
seit 2021 Vizepräsidentin
2016-2020 Beirat Dt. Schmerzgesellschaft
seit 2021 Präsidentin/2017-2020 Vizepräsidentin/2015-2017 Beirat DGPSF
seit 2018 Dekanin/2014-2018 Studiendekanin Fachbereich 06, Universität Gießen
2008–2018 Vorsitz Lokale Ethikkommission; 2008 W3-Professur für Klinische Psychologie und Ltg. Behandlungsschwerpunkt Chronischer Schmerz, VT-Ambulanz Universität Gießen,
2004 Spezielle Schmerzpsychotherapie
2003 Habilitation, Universität Heidelberg
2000-2006 Wiss. Mitarbeiterin, ZI Mannheim
1999 Approbation
1995-2000 Wiss. Mitarbeiterin, Universität Kiel/Humboldt-Universität Berlin,
1994 Promotion, Universi¬tät Tübingen;
1991-1995 Forschungsaufenthalt Center for Stress and Anxiety Disorders, SUNY Albany, NY, USA;
1991 Diplom Psychologie, Universität Tübingen.

Forschungsschwerpunkte: Psychobiologie (chronischen) Schmerzes, speziell Kinder/Jugendliche, Schmerzmessung (Säuglinge, Kinder, ältere Menschen), Schmerzpsychotherapie und -edukation, Placebo/Noceboeffekte und Therapieerwartungen, Emotionales Lernen und Psychopathologie, Stress/Psychopathologie in Risikopopulationen

Warum kandidiere ich?
Interdisziplinarität bei Schmerzforschung, -behandlung und –versorgung ist mein zentrales Anliegen. Als Psychologin/ Schmerztherapeutin/-wissenschaft¬lerin möchte ich weiterhin die psychosoziale Perspektive in die Arbeit des Präsidiums einbringen.
Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken?
Ich möchte weiter daran arbeiten, den klinischen/wissens¬chaftlichen Nachwuchs (Ärzte, Psychologen, Physio¬thera¬peuten, Pflege) im Bereich Schmerz mit einer interdisziplinären und zielgruppen¬orientierten (z.B. Kinder, Ältere) Perspektive zu fördern und Patientenvertreter:innen noch stärker einzubinden. Nur so nähern wir uns dem Ziel einer patientengerechten Versorgung.

 


Ass.-Prof. Dr. rer. medic. Nadja Nestler

Schriftführerin

Vita

  • seit Juli 2017 Assistenzprofessorin mit Forschungsschwerpunkt: Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • seit April 2017 Abteilungsleitung Nursing Development Center
  • seit September 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Pflegewissenschaft und - praxis der Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg
  • 2007 – April 2017 Koordinatorin der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie - Certkom e.V.


Sonstige berufliche Aktivitäten

  • seit 2020  Mitglied der Presidents Campaign der EFIC zum Thema health Literacy
  • bis 2020 Delegierte der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft zur Aktualisierung der AWMF S3 Leitlinie Behandlung postoperativer und posttraumatischer Schmerzen
  • 2019-2020 Mitglied der Arbeitsgruppe der EFIC zur Entwicklung des Core Curriculum for Pain Nursing
  • seit 2017  Sprecherin des ständigen Beirats der Deutschen Schmerzgesellschaft
  • seit 2003 Mitglied der Expertenarbeitsgruppe zur Überarbeitung der Nationalen Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege

Mit meiner Kandidatur als Schriftführerin und damit als Mitglied des Präsidiums der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. möchte ich meine bisherige Tätigkeit für die Gesellschaft fortführen und diese in der Weiterverfolgung der gesetzten und neu zu setzenden Ziele unterstützen. Als ein Mitglied der Gesundheitsfachberufe und Pflegewissenschaftlerin stehe ich für die Interprofessionalität in der Gesellschaft und somit der Erweiterung der Perspektiven auf das Phänomen Schmerz und die Versorgung von Menschen mit Schmerzen


Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn

Schatzmeisterin

Vita

Esther Pogatzki-Zahn ist Professorin (W2), Anästhesistin und Schmerzmedizinerin am Universitätsklinikum Münster (UKM). Sie leitet dort den Akutschmerzdienst und die wissenschaftliche Arbeitsgruppe “Translationale Schmerzforschung”. Ihre Forschungsthemen konzentrieren sich auf periphere und zentrale Mechanismen der Schmerzentstehung und Chronifizierung, insbesondere bezüglich postoperativer und, neuropathischer Schmerzen. Sie ist darüber hinaus Mitglied der internationalen Prospect Initiative, die evidenz-basierte Empfehlungen für die postoperative Schmerztherapie ausarbeitet und im DFNS. Sie wurde 2018 in das Präsidium der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. als Schriftführerin und 2017 ins Council der IASP gewählt, ist Vorsitzende der AG Akutschmerz der IASP und in weiteren Kommissionen und AG, u.a. der Forschungskommission der der DGSS (als Vorsitzende) und der ESA aktiv und leitet das Global Year 2020 der IASP zur Schmerzprävention. Sie ist seit 2020 Deputy-Editor in Chief des European Journal of Anaesthesiolgogy, reviewed für verschiedenste internationale Zeitschriften und ist z.T. federführend an der Entwicklung von Leitlinien, Cochrane Analysen, neuen Fortbildungsveranstaltungen und internationalen Kongressen beteiligt. Sie hat selber mehr als 140 Original-Peer-Review-Manuskripte, 40 Review-Artikel / Editorials und 16 Buchkapitel publiziert (h-Index: 35), gewann mehrere Auszeichnungen und erhält derzeit Forschungsgelder von der DFG, der EU und dem BMBF.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Seit vielen Jahren fühle ich mich der Deutschen Schmerzgesellschaft e.v. sehr verbunden. Den Einstieg fand ich durch den Arbeitskreis Akutschmerz vor ca. 15 Jahren; mittlerweile bin ich durch Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen und ad-hoc Kommissionen (u.a. Forschungskommission, deren Sprecherin ich seit 4 Jahren bin, AG Versorgungsforschung und Register, AG Zertifizierung etc) und seit 2 Jahren als Schriftführerin im Präsidium aktiv in die Gesellschaft eingebunden. Thematisch möchte ich insbesondere eine Verbesserung der Versorgung von Patienten im Krankenhaus, e.g. nach Operationen) politisch in Deutschland voranbringen (i.S. einer interdisziplinären Akutschmerztherapie und Prävention einer Chronifizierung), möchte aber auch sektorenübergreifende schmerztherapeutische und präventive Ansätze stärken bzw gesundheitspolitisch an einer Umsetzung hierzu arbeiten. Hieran angeknüft ist ebenfalls das Schaffen notwendiger interdisziplinärer Strukturen für ambulanten Versorgungsstrukturen zur frühzeitigen Vermeidung chronischer Schmerzverläufe ein wichtiges Anliegen. Weiterhin engagiere ich mich insbesondere für den Nachwuchs in der Deutschen Schmerzgesellschaft und versuche, durch meine Verbindung zur IASP (2017 bin ich in das Council der IASP gewählt worden) Themen wie z.B den Umstieges von ICD-10 auf ICD- 11 und das Herausarbeiten möglicher gesundheitspolitischer Konsequenzen voranzutreiben. Letzendlich zeigt die Covid-19 Pandemie, dass wir ehealth Möglichkeiten auch im Rahmen der Schmerzprävention und -therapie weiter voranbringen müssen, genauso aber auch den aktiven Austausch mit Patienten und deren Bedürfnisse in unsere gesundheitspolitische Arbeit noch mehr integrieren müssen.