Hinweis

Dem ständigen Beirat gehören 16 von der Mitgliederversammlung aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder gewählte natürliche Personen an, von denen vier Ärzte und vier Psychologen sein müssen sowie vier Personen den Gesundheitsfachberufen angehören müssen, vier weitere Personen sind aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder zu wählen. Die Amtszeit jedes Mitglieds im ständigen Beirat beträgt 4 Jahre. Je 8 Mitglieder des ständigen Beirats werden überlappend, d. h. alle 2 Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Ihr Amt beginnt am 1. Tag des auf die Wahl folgenden Kalenderjahres, soweit nicht die Mitgliederversammlung einen anderen Zeitpunkt bestimmt. Einmalige Wiederwahl ist möglich.


In diesem Jahr sind 9 neue Mitglieder zu wählen, da ein bisheriges Mitglied als Vizepräsidentin nominiert wird und nach erfolgter Wahl als Vizepräsidentin nicht mehr für den Beirat zur Verfügung stünde. Die auf der Nominierungsliste für den Beirat aufgeführte amtierende Präsidentin würde zudem im Falle des Satzungsänderungsbeschlusses über die Einführung einer Amtszeit eines Past-Präsidenten im Präsidium von der unten genannten Liste der Persönlichkeiten, die für den Beirat nominiert sind, gestrichen werden. Die 9 dann zu wählenden Mitglieder müssen sich zusammensetzen wie folgt: 2 Ärztinnen/Ärzte, 3 Psychologinnen/Psychologen, 4 weitere Personen beliebiger Fachrichtung.     

Prof. Dr. Markus Blankenburg

Vita

  • Facharzt für Neurologie und für Pädiatrie mit Schwerpunkt Neuropädiatrie, Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin, DGKN-Zertifikat EEG, EVP, EMG.
  • Oberarzt am Zentrum für Neuropädiatrie (2003-2012) und am Deutschen Kinderschmerz- und Palliativzentrum (2006-2012) der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Univ. Witten/Herdecke.
  • Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Neurologie, Psychosomatik und Schmerztherapie am Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Klinikum Stuttgart – Olgahospital seit 2012. Gründung und Leitung des Kinderschmerzzentrums Baden-Württemberg 2015.
  • Forschungsgebiete: QST, Schmerz- und Schlafstörungen bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Publikationen: 60 Peer-Review (IF 140), 34 Buchkapitel, 55 wiss. Poster und 140 wissen. Vorträge mit Abstract. Preise: 3 x Posterpreis (DGSS, DGN) und 2 x Förderpreis (DGP).
  • Mitglied in der DGSS, DGKJ (Vertreter für Schmerztherapie im Konvent), GNP, DGE, DGKN.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Ich kandidiere für den Beirat der Deutschen Schmerzgesellschaft um die Belange unserer pädiatrischen Schmerzpatienten einzubringen. Als Kinderarzt und Neurologe werde ich im Falle meiner Wahl versuchen, die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Kompetenzen von Ärzten und Therapeuten aus dem Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich zu stärken, damit sie für die Behandlung unserer Patienten noch fruchtbarer werden können.


Prof. Dr. med. Ulrike Bingel


Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Hans-Jürgen Erlenwein

Vita

  • 1979 in Bonn geboren, aufgewachsen in Linz am Rhein, verheiratet, 3 Kinder.
  • Studium Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), später berufsbegleitend Studium zum Gesundheits-Ökonom und Betriebswirt (VWA) in Göttingen. Promotion 2011 an der MHH, Habilitation 2018 an der Universitätsmedizin Göttingen.
  • Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie am Annastift Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen - dort seit 2010 Mitarbeiter der Schmerzambulanz und Tagesklinik (Leitung Univ.-Prof. Dr. med. Frank Petzke), seit 2017 Oberarzt der Schmerzambulanz und Tagesklinik und Leiter des Schmerzdienstes, seit 2020 stellv. Leiter der Schmerzmedizin.
  • Aktivitäten in der Deutschen Schmerzgesellschaft: AK Akutschmerz (2. Sprecher), Leitung Seeheimer Akutschmerztage, Ad hoc Kommission Zertifizierung, Ad hoc Kommission Kongressfortbildung, AK Rückenschmerz, komm. Koordinator Akutschmerzkurse; Aktivitäten in der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin: Wiss. Arbeitskreises Schmerzmedizin (1. Sprecher).
  • Wiss. Schwerpunkte: Rückenschmerz, schmerzmedizinische Versorgungsforschung, Akutschmerz, chronischer Schmerz als Komorbidität.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Ich möchte mich für die Verbesserung von Karrierewegen in der Schmerzmedizin einsetzten und damit dem Nachwuchsmangel in der Schmerzmedizin begegnen. Zudem ist es mir ein besonderes Anliegen das Selbstverständnis der Schmerzmedizin mit ihrer fachlichen Breite und deren Abbildung sowohl in ambulanten, (teil-)stationären wie auch in innerklinischen Versorgungsstrukturen zu stärken. Dabei möchte ich aktiv auch die Weiterentwicklung von Qualitäts- und Versorgungsstandards in der schmerzmedizinischen Versorgung unterstützen.


Priv.-Doz. Dr. med. Christian Geber

Vita

  • Priv.-Doz. Dr. med. Christian Geber (geb. 20.01. 1976, Völklingen)
  • Oberarzt am DRK-Schmerz-Zentrum Mainz (seit 07/2016)
  • Neurologie/ Spezielle Schmerztherapie/ Palliativmedizin/ Geriatrie (FK)
  • Zertifizierter Kopf- und Gesichtsschmerzexperte der DMKG
  • 2003 - 2016 Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz, zuletzt als Oberarzt und Bereichsleiter „Epilepsie“
  • 04/2015 langjährige klinische und organisatorische Mitarbeit im Team der Interdisziplinären Schmerzambulanz (IST) der Universitätsmedizin Mainz und Lehrtätigkeit im Querschnittsfach „Schmerzmedizin“ (Q14)
  • 2005 - 2008 Wissenschaftliche Kooperation im Rahmen des Deutschen Forschungs-verbundes Neuropathischer Schmerz (DFNS) mit dem Institut für Neurophysiologie, Universität Mainz (Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede)
  • 2003 Promotion am Institut für Neuropharmakologie, Universität Mainz
  • 1996 -2003 Studium der Humanmedizin in Mainz, Dijon und Zürich
  • Auszeichnungen:
    • Habilitationsstipendium der „Kalkof-Rose-Stiftung”
    • Förderpreis für Schmerzforschung (2. Preis, Klinische Forschung) für die Arbeit “Numbness in clinical and experimental pain – a cross-sectional study exploring the mechanisms of reduced tactile function”
    • Posterpreis der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes für die Arbeit: „Klinische und somatosensorische Schmerzcharakeristika der Chemotherapie-induzierten Neuropathie“

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit habe ich die Vielgestaltigkeit der Schmerzmedizin sowohl aus universitärer Perspektive in Forschung und Lehre als auch aus klinischer Sicht mit gelebter Interdisziplinarität kennengelernt.
Diese Expertise möchte ich als Mitglied der DSG und DMKG gerne einbringen, um gemeinsam und interdisziplinär zukunftsfähige Konzepte der Patientenversorgung weiterzuentwickeln.

 


Ass . - Prof. Dr. rer . m ed. Irmela Gnass, MScN, BScN

Vita

Nach langjähriger Berufserfahrung zuletzt als Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie war ich nach dem Studium der Pflegewissenschaft wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke und seit 2009 am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis, Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, wo ich seit 2017 eine Assistenzprofessur für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Akutpflege innehabe.

Mit Beginn meiner akademischen Laufbahn war und bin ich an Forschungsprojekten beteiligt, z.B. Optimierte Schmerzversorgung bei älteren Menschen „Pain App Plus - Schmerz lass nach!“ sowie das „Projekt zur Implementierung eines adäquaten Schmerzmanagements in der Altenhilfe“ und bin Konsortialpartnerin im Projekt POET-Pain der Deutschen
Schmerzgesellschaft. Neben diversen Vorträgen und Publikation war ich für die Aktualisierung des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege“ als Expertin berufen.
In der Deutschen Schmerzgesellschaft bin ich in den Arbeitskreisen „Schmerz und Alter“, „Zertifizierung“ und „eHealth“ aktiv.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Mit dem Verständnis, dass Schmerz ein multidimensionales Geschehen ist und die schmerztherapeutische Versorgung in allen Bereichen des Gesundheitswesens stattfindet, möchte ich mich zur Erreichung der Ziele der Deutschen Schmerzgesellschaft einbringen. Für den Fall meiner Wahl möchte ich die Perspektive der Pflege, die sowohl in der klinischen Versorgung, Forschung und Lehre (auch Aus-, Fort-, Weiterbildung) tätig sind, vertreten. Hier möchte ich bewirken, dass der effektive Beitrag der Pflegenden in der interprofessionellen Versorgung von Menschen mit Schmerz herauszuarbeiten wird.


Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Michael Hüppe

Vita

  • Verheiratet, zwei Kinder, drei Enkelkinder. Wohnort Lübeck.
  • Promotion und Habilitation am Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie der Universität Würzburg. Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten (2002), Fort-/Weiterbildung „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ (2003).
  • Akademische Tätigkeiten in Würzburg (Klinische Psychologie), Gießen (Allgemeine Psychologie) und Düsseldorf (Klinische Psychologie). Seit 1999 Leitender Psychologe der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universität zu Lübeck (zur Klinik gehört eine Schmerztagesklinik).
  • Präsidiumsmitglied der DGPSF seit 2005, seit 2017 Präsident der DGPSF und Vizepräsident der Deutschen Schmerzgesellschaft (Ende 2020 enden die Präsidentschaften). Mitglied des Fachbeirates der Deutschen Schmerzgesellschaft (Vertreter der DGPSF) und Organisator der Juniorakademie. Mitorganisator des Lübecker Akutschmerzkurses der Deutschen Schmerzgesellschaft. Mitwirkung an verschiedenen AWMF-Leitlinien. Dozent für die Fort-/Weiterbildung „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ und Mitglied der Gemeinsamen Prüfungskommission (Deutsche Schmerzgesellschaft, DGPSF, DMKG, DGS).

Warum kandidiere ich. Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Aufgabe des ständigen Beirates ist die Beratung des Präsidiums bei allen den Verein betreffenden Fragen. Hier möchte ich meine Kompetenzen und Erfahrungen aus meinen beruflichen und fachgesellschaftlichen Aktivitäten unter besonderer Berücksichtigung von notwendiger Interdisziplinarität einbringen.


Dr. rer. nat Ulrike Kaiser

Vita

  • Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapie
  • Leitende Psychotherapeutin am UniversitätsSchmerzCentrum des Universitätsklinikums Dresden
  • Wissenschaftliche Projektleitung an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
      -   PAIN2020 (Konsortialprojekt der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der BARMER, Innovationsfonds)
      -   VAPAIN (BMBF) und Folgeprojekt EVaSIMST (DFG)
  • Aktives Mitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (Mitglied in Adhoc-Kommissionen Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie, Zertifizierung, Schmerzzentren, Sprecherin der Adhoc-Kommission Versorgungsforschung und Register)
  • Aktives Mitglied der International Association of the Study of Pain (Mitglied der Task Force Global Year for the prevention of pain 2020, ICD 11, sowie frühere Sprecherin der presidential Task Force Multimodal Pain Treatment)
  • Assoziierte Mitarbeiterin bei IMI Pain Care (IMI PROMPT)
  • Publikationen vor allem zu Outcome-Forschung (Core Outcome Sets, Entwicklung und Validierung von Messinstrumenten), Versorgungsforschung und Interdisziplinärer Multimodaler Schmerztherapie sowie Schmerzpsychotherapie
  • Geboren: 1975 in Dresden
  • Bildungswerdegang: Studium zur Diplompsychologin an der TU Dresden bis 2001, Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin an der IAP Dresden (Verhaltenstherapie) bis 2006, Approbation 2010, Promotion 2013
  • Beruflicher Werdegang: Psychologin am UniversitätsSchmerzCentrum seit 2004, ab 2010 leitende Psychotherapeutin, seit 2014 wissenschaftliche Projektleitung verschiedener Projekte (VAPAIN, EVaSIMST, PAIN2020); Dozentin für Schmerztherapie der DGVT sowie der OPK, sowie diverse Lehrtätigkeiten für die Medizinische Fakultät und externe Anbieter (Gesprächsführung, Verhaltenstherapeutische Methoden in der Therapie chronischer Schmerzen).

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Ich kandidiere gern für die Schmerzgesellschaft, weil hier klinische und wissenschaftliche Expertise einen fruchtbaren Austausch pflegen können. Ich erlebe die Zusammenarbeit unter den Kollegen als wertvoll und die Unterstützung der Schmerzgesellschaft als hilfreich für das gemeinsame Ziel: Die Verbesserung der Versorgung unserer Patienten.

Ich möchte mich einsetzen für ein interprofessionelles Miteinander, für die Verzahnung von Klinik und Wissenschaft und für die Stärkung des Nachwuchses. Weitere Themen sind die Stärkung der Versorgungs- und Outcomeforschung als eine wesentliche Säule der schmerzmedizinischen Wissenschaft.


Dr. phil. Dipl.-Psych. Bernhard Klasen

Vita

  • Verheiratet, 2 Kinder, geboren 1969 in Oberhausen, Rheinland
  • Seit 2020    Psychologischer Direktor der Algesiologikum Zentren für Schmerzmedizin, München
  • 2013 bis heute    Inhaber/Gründer & Geschäftsführer des Algesiologikum MVZ Fürth
  • 2012 bis 2016    Geschäftsführer Algesiologikum GmbH München
  • Seit 2014     Beisitzer (Berufspolitik) im Vorstand der DGPSF
  • Seit 2013    stellvertretender Vorsitzender des BVSD
  • seit 2009    Landesdelegierter des BVSD
  • seit 2009     Vertragspsychotherapeut der KV Bayern
  • 2009    Gründung MVZ Algesiologikum München in Partnerschaft mit Dr. R. Thoma
  • 2009     Gesellschafter Algesiologikum - Medizinische Kooperationsgemeinschaft
  • 2009 bis 2020    Leitender Psychologe der Abteilung für interdisziplinäre und komplementäre Schmerztherapie im Krankenhaus für Naturheilweisen, München-Harlaching
  • 2008 bis 2011    Leitender Psychologe des Interdisziplinären Zentrums für Schmerztherapie Maxvorstadt im Diakoniewerk München-Maxvorstadt
  • 2006 – 2008    Leitender Psychologe des Interdisziplinären Schmerzzentrums Tutzing
  • 1999 – 2006    Psychotherapeutische Tätigkeit in der verhaltenstherapeutischen Schmerzambulanz der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Ruhr-Universität Bochum
  • 2006    Dissertation mit dem Thema „Untersuchungen zu Chronifizierungsprozessen bei unspezifischen Rückenschmerzen“
  • 2002    Approbation als psychologischer Psychotherapeut,
  • Eintrag in das Arztregister der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
  • 1999 – 2002    Ausbildung in Klinischer Psychologie und Psychotherapie des Weiterbildungsverbundes Klinische Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, Staatsexamen
  • 1998 – 2006    Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Ruhr-Universität Bochum in Forschung und Lehre
  • 1992 – 1998    Studium der Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
  • Mitgliedschaften in Fachgesellschaften
  • Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V., BVSD
  • Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und Forschung, DGPSF
  • Deutsche Psychotherapeutenvereinigung, DPtV
  • Deutsche Schmerzgesellschaft, DSG
  • Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, DGS
  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, DGVT Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie, DGMP

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Als stellvertretender Vorsitzender des BVSD und Beiratsmitglieds für den Bereich der Berufspolitik in der DGPSF ist es mir ein besonderes Anliegen, die berufspolitischen Interessen der SchmerzpsychotherapeutInnen in der DSG in die Arbeit des ständigen Beirats einzubringen und hier zu vertreten. Darüber hinaus ist eine Verständigung/Abstimmung der Berufspolitik mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften erforderlich, um bei den relevanten Stellen in der Gesundheitspolitik mit einer Stimme die Zukunft der schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland weiterzuentwickeln – hierfür kann die Tätigkeit im ständigen Beirat mit ihrer Gestaltung z.B. der Adhoc-Kommissionen eine wichtige Voraussetzung schaffen. Wichtige berufspolitische Themen für mich sind die inhaltliche Gestaltung multimodaler Behandlungsprogramme in den verschiedenen Versorgungssektoren und deren Vergütung, die Implementierung einer IMST in der ambulanten Regelversorgung, die Implementierung eines eigenen EBM-Kapitels „Schmerzpsychotherapie sowie die weitere Förderung der schmerzpsychotherapeutischen Qualifikation von Psychotherapeuten.


PD Dr. Regine Klinger


Jun.-Prof. Dr. Elena Enax-Krumova

Vita

Nach dem Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum und Promotion in der Abt. für Schmerzmedizin am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum (Doktorvater Prof. Dr. C. Maier), war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin dort tätig. Anschließend absolvierte ich meine Facharztweiterbildung für Neurologie in der Neurologischen Klinik im Bergmannsheil sowie im LWL-Universitätsklinikum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin in Bochum. Nach der Facharztanerkennung für Neurologie erwarb ich die Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie. Im Jahr 2019 wurde ich berufen auf die W1-Stiftungsprofessur für Neuronale Regenerationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Meine klinischen Schwerpunkte liegen in der Diagnostik und Therapie neuromuskulärer Erkrankungen, einschl. Small-Fiber-Neuropathien, sowie der neurologischen Begutachtung einschl. schmerzmedizinischer Fragestellungen. Wissenschaftlich beschäftige ich mich mit der Erforschung neuropathischer Schmerzsyndrome sowie des komplexen regionalen Schmerzsyndroms.
 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Schmerzpatient*innen gelten als anspruchsvoll, v.a. für Berufsanfänger. Im Falle meiner Wahl möchte ich junge klinisch tätige Kolleg*innen über allen Fachdisziplinen hinweg motivieren, sich mit schmerzmedizinischen Aspekten zu beschäftigen und aktiv in der Deutschen Schmerzgesellschaft mitzuwirken. Des Weiteren möchte ich mich für den Nachwuchs einsetzen und daran mitarbeiten, die etablierten Angebote der Deutschen Schmerzgesellschaft weiter zu verbessern, u.a. durch engeren Austausch zwischen jungen klinisch und wissenschaftlich tätigen Kolleg*innen und erfahrenen Kliniker*innen und Schmerzforscher*innen.


Prof. Dr. Kerstin Lüdtke

Vita

Kerstin Lüdtke ist Physiotherapeutin und Professorin an der Universität zu Lübeck, wo sie den Bachelor-Studiengang Physiotherapie leitet.

Ihr akademischer Werdegang wurde maßgeblich von Universitäten in Großbritannien geprägt: an der Sheffield Hallam University belegte sie einen berufsbegleitenden Studiengang der zum Abschluss „Master of Science in Manipulative Physiotherapy“ führte und von der Birmingham University wurde ihr 2014 der PhD Physiotherapy verliehen. Ihre Doktorarbeit beschäftigte sich mit der nicht-invasiven elektrischen Stimulation des Motorkortex zur Reduktion der Schmerzintensität und Beeinträchtigung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. Das multimodale Management von Patienten mit chronischen Schmerzen war auch vor Abschluss des PhD der Fokus ihrer klinischen Tätigkeit, insbesondere am Rückenzentrum am Michel in Hamburg. Auch in ihrer jetzigen Forschung beschäftigt sie sich mit Schmerzmechanismen. Hier liegt der Schwerpunkt aktueller Projekte auf der endogenen Schmerzmodulation von Gesunden und Schmerzpatienten.

Ein weiterer Forschungszweig ist die Rolle der Physiotherapie bei primären Kopfschmerzerkrankungen, vor allem bei Migräne. Eine Abfolge von Projekten hat zu einem internationalen Konsensus für die physiotherapeutische Untersuchung von Kopfschmerzpatienten geführt und gezeigt, dass Migränepatienten signifikant mehr muskuloskelettale Dysfunktionen haben, als Personen ohne Kopfschmerzerkrankung. Diese Forschung fand maßgeblich in der Kopfschmerzambulanz des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und dem Institut für systemische Neurowissenschaften in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Arne May statt. Ein Fachbuch zu der physiotherapeutischen Behandlung von Kopfschmerzen ist in Kooperation mit Benjamin Schäfer im Thieme-Verlag erschienen.

Ein Schwerpunkt Ihrer Lehrtätigkeit ist des Screening in der Physiotherapie, hierzu gibt sie Fortbildungen in mehreren europäischen Ländern, die Physiotherapeuten zu „First Contact Practitionern“ ausbilden. Der Unterricht ermöglicht eine sichere und effiziente Entscheidung über die physiotherapeutische Behandlungsfähigkeit von Symptomen anhand von Red Flags. Zu diesem Thema hat sie gemeinsam mit Lucia Grauel und Daniela Laube ein Fachbuch im Thieme-Verlag veröffentlicht.

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Das Management von Schmerzpatienten kann nur effektiv erfolgen, wenn alle beteiligten Berufsgruppen miteinander kommunizieren, Ideen austauschen, eine gemeinsame Strategie verfolgen. Dazu ist es zunächst einmal wichtig, die Kompetenzen und Denkweisen der beteiligten Berufsgruppen kennenzulernen. Nur ein anhaltender Dialog zwischen Medizinern, Psychologen, Physiotherapeuten, Pflege, Ergotherapeuten und potentiell weiteren involvierten Vertretern von Gesundheitsberufen, ermöglicht eine solche effektive Zusammenarbeit. Meine Kandidatur steht demnach für Interprofessionalität, sowohl auf dem Deutschen Schmerzkongress als auch in allen Gremien, in der Wissenschaft und in der Lehre. Diese soll nicht nur nach aussen sichtbar sein, sondern auch aktiv gelebt werden. In den vergangenen Jahren ist uns die interprofessionelle Kommunikation in der Vorbereitung des jährlichen Kongresses gut gelungen. Ich würde mich freuen, dies auch in den kommenden Jahren weiter erleben zu dürfen!

 


Professor Dr. med. Christian Gert Maihöfner, MHBA

Vita

  • 1993 – 2000 Studium der Humanmedizin an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Imperial College in London
  • 2000 – 2001 Arzt im Praktikum (AiP) an der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen
  • 2001 – 2002 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Physiologie und Experimentelle Pathophysiologie der Friedrich-Alexander-
    Universität Erlangen-Nürnberg
  • 2001 Dissertation („summa cum laude“)
  • 2002 – 2007 Assistenzarzt an der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen
  • 2004 Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten
  • 2007 Anerkennung als Facharzt für Neurologie
  • 2007 Ernennung zum Oberarzt des Zentrums für interdisziplinäre Schmerztherapie und Oberarzt der Neurologischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg
  • 2009 Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“
  • 2011 Ernennung zum Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • 2013 Master of Health and Business Administration (MHBA)
  • 2013 Zusatzbezeichnung „Geriatrie“
  • 2013 Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Fürth
  • 2015 Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Der Deutschen Schmerzgesellschaft bin ich bereits seit meinem Studium verbunden. Mein erster Kongress war der Deutsche Schmerzkongress 1997 in Düsseldorf, wo ich Teile meiner Promotion vorstellen durfte. Seitdem hat mich die Schmerzmedizin fasziniert und ich bin ihr immer treu geblieben, auch in verantwortlicher Position als Chefarzt einer Klinik für Neurologie. 2019 war ich Kongresspräsident des Deutschen Schmerzkongresses, daneben bin ich u.a. Sprecher der Kommission „Kongressfortbildung“ der Schmerzgesellschaft und Mitglied der wissenschaftlichen Leitung der Schmerzwoche in Mayrhofen. Schmerzmedizin als Querschnittsfach bietet vielfach Chancen. Dieses Gebiet muss für zukünftige Kolleginnen und Kollegen unbedingt attraktiv bleiben. Dafür möchte ich mich im Beirat der Gesellschaft engagieren.


Professor Dr. med. Heike Rittner

Vita

Mein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Schmerzmedizin. Nach Studium in Wien und Würzburg, Postdoctoral Fellowship an der Mayo Clinic und Facharztausbildung Anästhesie habilitierte ich mich in der molekularen Schmerzforschung an der Charité. Mit der Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie konnte ich mich dann auch klinisch auf Schmerz fokussieren und leite seit 2012 die Schmerztagesklinik im Zentrum für Inter-disziplinäre Schmerzmedizin am Universitätsklinikum Würzburg.
Seit meinem Studium interessiere ich mich dafür, was auf molekularer Ebene – aber auch im System des Körpers – passiert, wenn Schmerzen entstehen: Neuroimmunolgie, Opioide, Regeneration & Stammzellen, Barrieren sowie translationale Forschung stehen im Mittelpunkt. DFG, EU und BMBF fördern meine Forschung – wie auch die neu eingerichtete Klinische Forschergruppe „ResolvePAIN“, die ich wissenschaftlich leite.
In der Lehre habe ich das Kerncurriculum für das Querschnittsfach Schmerzmedizin mit entwickelt und vertrete Schmerzmedizin beim IMPP. Ich habe mich an der Forschungsagenda beteiligt und bin aktiv in den Projekte pain2020 und POETpain.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Meine Ziele sind: Verbesserung klinische Strukturen, Präsenz in Sozialen Medien & Digitalisierung und Förderung translationalen Forschung. Ich möchte so 1. an der Etablierung von Zentren als Leuchttürme der sektorübergrei-fenden Patientenversorgung, Forschung & Lehre in der Adhoc Kommission mitwirken. Hierdurch sollen Sichtbar-keit der Schmerzmedizin, Versorgungsqualität sowie wissenschaftliche Schlagkraft verbessert werden. 2. Die Deut-sche Schmerzgesellschaft stärker in Neue Medien vertreten, um Patienten, Allgemeinbevölkerung und Nachwuchs besser zu erreichen. 3. Gemeinsam neue Verbundprojekte initiieren, um Forschungsfortschritte in Therapiekon-zepte zu integrieren.


Prof. Dr. Claudia Sommer

Vita

Claudia Sommer ist Professorin für Neurologie mit Spezialgebiet Neuromuskuläre Erkrankungen und Schmerz an der Universität Würzburg. Forschungsinteressen sind die Pathophysiologie von Schmerzen und von Antikörper-vermittelten Krankheiten. Die Publikationen umfassen mehr als 250 Originalarbeiten und mehr als 100 Reviews und Buchkapitel sowie mehrere Bücher. Bei mehreren Zeitschriften auf den Gebieten Schmerz und Neurologie war bzw. ist sie als Herausgeberin tätig. Als langjähriges Mitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft, Vorstandsmitglied der Peripheral Nerve Society (PNS), des Inflammatory Neuropathy Consortium (INC), der International Association for the Study of Pain (IASP) und der European Academy of Neurology (EAN) ist sie international sehr gut vernetzt. Sie ist aktiv an der Entwicklung nationaler und internationaler Richtlinien für Diagnose und Behandlung von Neuropathien, für Nerven- und Hautbiopsien sowie für neuropathische und primäre Schmerzsyndrome. Bis Ende 2020 ist sie Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft. Ab Oktober 2020 wird sie das Amt der Präsidentin der International Association for the Study of Pain (IASP) übernehmen.

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Als Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft hatte ich das große Privileg, mit einer Gruppe von hochmotivierten Freiwilligen und einem exzellent funktionierenden Büro unsere Gesellschaft in den letzten beiden Jahren voranbringen und begleiten zu dürfen. In dieser Zeit, und auch zuvor als designierte Präsidentin, habe ich viel gelernt, was ich auch weiterhin zum Gewinn unserer Gesellschaft einsetzen möchte. Zudem kann ich als IASP-Präsidentin in den nächsten beiden Jahren viel aus der internationalen Schmerzszene mitbringen. Von den Dingen, die ich in 2019-2020 angestoßen habe, liegen mir vor allem die weitere Förderung unseres Arbeitskreises „Junge Schmerzgesellschaft“ und die bessere Einbindung von Pflege und Physiotherapie in unsere Schmerzforschung am Herzen. Diesen Punkten möchte ich mich, wenn ich weiter im Beirat der Deutschen Schmerzgesellschaft tätig sein darf, besonders widmen.


Univ.-Prof. Dr. med. Michael Schäfer

Vita

Axel Schäfer, von Haus aus Physiotherapeut, ist Professor für Therapieforschung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK). Als Forscher untersucht er primär Fragestellungen zur Diagnostik, Therapie und Prävention (chronischer) muskuloskelettaler Schmerzen, weitere Forschungsschwerpunkte sind Bewegungsanalyse und -förderung sowie eHealth. Er hat mehr als 40 peer-reviewte Publikationen veröffentlicht und zahlreiche nationale und internationale Konferenzbeiträge gehalten. Axel Schäfer verfügt über umfangreiche klinische Erfahrung auf dem Gebiet der muskuloskelettalen Physiotherapie und der Behandlung chronischer Schmerzen mit den Schwerpunkten Bewegungstherapie, Selbstmanagement und Edukation. Gegenwärtig ist er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW), Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Forschung in den Gesundheitsberufen (VFWG), Editor in Chief des International Journal of Health Professions (IJHP) und fungiert als Gutachter für mehrere internationale Fachzeitschriften und nationale Fördergremien.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Im Falle meiner Wahl möchte ich in der Forschungskommission einen Beitrag zur Entwicklung von Forschungsfragen, Förderprogrammen und zur Umsetzung von schmerzrelevanten Forschungsprojekten leisten. Besonders wichtig ist mir dabei, zu einem gemeinsamen Selbstverständnis aller an der Schmerzforschung beteiligten Disziplinen beizutragen, und hier insbesondere die Perspektive der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe Pflege, Physiotherapie und Ergotherapie einzubringen.