Prof. Dr. med. Hans-Georg Schaible

Vita

Seit 1997 bin ich Professor C4 für Physiologie und Direktor des Institutes für Physiologie 1/Neurophysiologie der Universität Jena. Ich habe 1971-1978 an den Universitäten Tübingen und Hamburg Humanmedizin studiert, habe 1978 die Approbation erhalten und in Tübingen meine Promotion zum Dr. med. abgeschlossen. Ich war 1980-1987 wissenschaftlicher Assistent und wissenschaftlicher Rat auf Zeit an den Physiologischen Instituten in Kiel und Würzburg. Ich habe mich 1986 an der Universität Wüzburg für Physiologie habilitiert. 1988-1991 war ich Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft  an den Universitäten Würzburg und Edinburgh, UK., 1991-1996 Professor C3 am Physiologischen Institut der Universität Würzburg.  
Ich bin tätig in Forschung und Lehre. Meine Forschungsschwerpunkte sind: Neurobiologische Grundlagen des Gelenkschmerzes, Einfluß des Immunsystems auf die Nozizeption, Steuerung der Entzündung durch das Nervensystem, Grundlagen und Klinik des Arthroseschmerzes, Komorbiditäten und Schmerz.   

Warum kandidiere ich. Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat in allen Aspekten des Schmerzes eine sehr hohe Kompetenz sowohl im diagnostischen/therapeutischen Bereich als auch in der Forschung/Wissenschaft, Nachwuchsarbeit als auch bei Akteuren des Gesundheitswesens erreicht. Auch zeichnet sie sich aus durch die engagierte Mitwirkung verschiedener Fachrichtungen in ihren Gremien und ein effektives Management. Als zukünftiger Präsident möchte ich diese Erfolge verstärken, die wissenschaftlich/klinischen Interaktionen unserer Gesellschaft ausbauen, aber auch strategisch die bereits sehr gute Kompetenzdarstellung nach außen (Studierende, Ärzteschaft, Wissenschafts- und Gesundheitspolitik) weiter profilieren.


Prof. Dr. Christiane Hermann

Vita

  • seit 2018 Dekanin/2014-2018 Studiendekanin Fachbereich 06, Universität Gießen;
  • seit 2016 Beirat Deutsche Schmerzgesellschaft;
  • seit 2017 Vizepräsidentin/2015-2016 Beirat Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF);
  • 2008–2018 Vorsitz Lokale Ethik¬kommission;
  • 2008 W3-Professur für Klinische Psychologie, Universität Gießen;
  • 2004 Zertifikat Spezielle Schmerzpsychotherapie;
  • 2003 Habilitation, Universität Heidelberg;
  • 2000-2006 Wiss. Mitarbeiterin, ZI Mannheim;
  • 1999 Approbation;
  • 1997-1999 Habilitationsstipendium (DFG),
  • 1995-1997 Wiss. Mitarbeiterin, Universität Kiel,
  • 1994 Promotion, Universität Tübingen;
  • 1991-1995 Forschungsaufenthalt Center for Stress and Anxiety Disorders, SUNY Albany, NY, USA;
  • 1991 Diplom Psychologie, Universität Tübingen.
  • Forschungsschwerpunkte: Psychobiologie (chronischen) Schmerzes, speziell Kinder/Jugendliche, Schmerzmessung (Säuglinge, Kinder, ältere Menschen), Schmerzpsychotherapie und -edukation, Placebo/Noceboeffekte und Therapieerwartungen, Emotionales Lernen und Psychopathologie, Stress/Psychopathologie in Risikopopulationen

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Interdisziplinarität bei Schmerzforschung, - be¬handlung und –versorgung ist für mich ein zentrales Anliegen. Als psychologische Schmerztherapeutin/-wissenschaft¬lerin möchte ich die psychosoziale Perspektive in die Arbeit des Präsidiums einbringen und mich dafür engagieren.

Ein Ziel ist für mich, den klinischen/wissens¬chaftlichen Nachwuchs (Ärzte, Psychologen, Physio-thera¬peuten, Pflege) im Bereich Schmerz auf Basis einer interdisziplinären und zielgruppenorientierten (z.B. Kinder, Ältere) Perspektive zu fördern und in die Dt. Schmerz-gesellschaft aktiv einzubinden. Nur so kann das Ziel einer patientengerechten Versorgung engagiert weiter verfolgt werden.


Prof. Dr. med. Hans-Raimund Casser

Vita

  • Facharzt für Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation
  • Teilgebietsbezeichnung: Orthopädische Rheumatologie
  • Zusatzbezeichnung: Spez. Schmerztherapie, Manuelle Medizin, Sozialmedizin
  • Ärztlicher Direktor des DRK Schmerz-Zentrums Mainz
  • Beruflicher Werdegang
    • 1981 Unfallchirurgie St. Vinzenz Krankenhaus, Köln
    • 1982 - 1987 Orthopädische Ausbildung, Universitätsklinikum Aachen
    • 1988 - 1995 Oberarzt, Universitätsklinik Aachen
    • 1990 Habilitation, RWTH Aachen
    • 1995 - 2003 Chefarzt der Orthopädisch-Rheumatologischen Klinik, Klinikum Staffelstein bei Bamberg
    • Seit 2004 Ärztlicher Direktor des DRK Schmerz-Zentrums Mainz

 

  • Lehrtätigkeit
    • Lehrtätigkeit Klinikum Aachen, Universität Erlangen-Nürnberg,
    • Universitätsmedizin Mainz
  • Wissenschaftliche Schwerpunkte
    • Konzepte und Realisierung interdisziplinärer multimodaler Schmerztherapie-Programme (IMST)
    • Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Rückenschmerzen
    • Ultraschalldiagnostik muskuloskelettaler Organe
  • Mitgliedschaften
    • Präsidiumsmitglied der Dt. Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)
    • Vizepräsident der Interdisziplinären Gesellschaft für Orthopädische und Unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)
    • Vorstandsmitglied der Dt. Gesellschaft für Muskuloskelettale Medizin (DGMSM)

Warum kandidiere ich. Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

In herausfordernden Zeiten möchte ich meine langjährige Tätigkeit im Präsidium und als Schatzmeister gerne noch eine Wahlperiode ausüben.
Des Weiteren bin ich interessiert, als orthopädischer Schmerztherapeut muskuloskelettale Themen in unserer Gesellschaft zu fördern und die Erfahrung einer langjährig multisektoral tätigen Institution in die Aktivitäten und Projekte der Gesellschaft einzubringen.


Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn

Vita

Esther Pogatzki-Zahn ist Professorin (W2), Anästhesistin und Schmerzmedizinerin am Universitätsklinikum Münster (UKM). Sie leitet dort den Akutschmerzdienst und die wissenschaftliche Arbeitsgruppe “Translationale Schmerzforschung”. Ihre Forschungsthemen konzentrieren sich auf periphere und zentrale Mechanismen der Schmerzentstehung und Chronifizierung, insbesondere bezüglich postoperativer und, neuropathischer Schmerzen. Sie ist darüber hinaus Mitglied der internationalen Prospect Initiative, die evidenz-basierte Empfehlungen für die postoperative Schmerztherapie ausarbeitet und im DFNS. Sie wurde 2018 in das Präsidium der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. als Schriftführerin und 2017 ins Council der IASP gewählt, ist Vorsitzende der AG Akutschmerz der IASP und in weiteren Kommissionen und AG, u.a. der Forschungskommission der der DGSS (als Vorsitzende) und der ESA aktiv und leitet das Global Year 2020 der IASP zur Schmerzprävention. Sie ist seit 2020 Deputy-Editor in Chief des European Journal of Anaesthesiolgogy, reviewed für verschiedenste internationale Zeitschriften und ist z.T. federführend an der Entwicklung von Leitlinien, Cochrane Analysen, neuen Fortbildungsveranstaltungen und internationalen Kongressen beteiligt. Sie hat selber mehr als 140 Original-Peer-Review-Manuskripte, 40 Review-Artikel / Editorials und 16 Buchkapitel publiziert (h-Index: 35), gewann mehrere Auszeichnungen und erhält derzeit Forschungsgelder von der DFG, der EU und dem BMBF.

 

Warum kandidiere ich? Was möchte ich im Falle meiner Wahl bewirken:

Seit vielen Jahren fühle ich mich der Deutschen Schmerzgesellschaft e.v. sehr verbunden. Den Einstieg fand ich durch den Arbeitskreis Akutschmerz vor ca. 15 Jahren; mittlerweile bin ich durch Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen und ad-hoc Kommissionen (u.a. Forschungskommission, deren Sprecherin ich seit 4 Jahren bin, AG Versorgungsforschung und Register, AG Zertifizierung etc) und seit 2 Jahren als Schriftführerin im Präsidium aktiv in die Gesellschaft eingebunden. Thematisch möchte ich insbesondere eine Verbesserung der Versorgung von Patienten im Krankenhaus, e.g. nach Operationen) politisch in Deutschland voranbringen (i.S. einer interdisziplinären Akutschmerztherapie und Prävention einer Chronifizierung), möchte aber auch sektorenübergreifende schmerztherapeutische und präventive Ansätze stärken bzw gesundheitspolitisch an einer Umsetzung hierzu arbeiten. Hieran angeknüft ist ebenfalls das Schaffen notwendiger interdisziplinärer Strukturen für ambulanten Versorgungsstrukturen zur frühzeitigen Vermeidung chronischer Schmerzverläufe ein wichtiges Anliegen. Weiterhin engagiere ich mich insbesondere für den Nachwuchs in der Deutschen Schmerzgesellschaft und versuche, durch meine Verbindung zur IASP (2017 bin ich in das Council der IASP gewählt worden) Themen wie z.B den Umstieges von ICD-10 auf ICD- 11 und das Herausarbeiten möglicher gesundheitspolitischer Konsequenzen voranzutreiben. Letzendlich zeigt die Covid-19 Pandemie, dass wir ehealth Möglichkeiten auch im Rahmen der Schmerzprävention und -therapie weiter voranbringen müssen, genauso aber auch den aktiven Austausch mit Patienten und deren Bedürfnisse in unsere gesundheitspolitische Arbeit noch mehr integrieren müssen.